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Hier finden Sie alle Begriffe rund um das Thema Elektronik.
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Lossy oder non lossy? Wie verhält es sich in diesem Zusammenhang mit jpg, tiff und RAW? Eine elektronische Kamera bietet verschiedenartige Speicherverfahren an, die im sogenannten lossy oder non lossy Verfahren arbeiten. Wie verhält es sich dabei mit dem .jpg-Format? JPG oder JPEG ist ein lossy Verfahren, welches von der Joint Photographic Experts Group 1990 entwickelt worden ist. Bei den Standard-Kompressions-raten von 10:1 bis zu 20:1 finden sich kaum sichtbare Verluste. JPG bzw. JPEG ist das Mittel der Wahl bei einer Farbtiefe bis zu 24bit bzw. 16,7 Millionen Farbe. Es eignet sich besonders gut für Fotos. Hierbei handelt es sich jedoch um ein verlustbehaftetes Komprimierungs-verfahren, welches durch Codierung einen Teil der Bildinformationen entfernt, die das menschliche Auge nicht erkennen bzw. differenzieren kann. Hier ist zu beachten, dass es bis dato kein Verfahren gibt, das nicht ohne störende Artefakte (Bildstörungen) auskommt. Vergrößert man ein solches Bild, so findet man bereits bei einer geringen Vergrößerungsstufe diese Artefakte. Im Gegensatz zum GIF-Format (nächste Folge) unterstützt das JPG-Format keine Transparenz!
Tipp zur Bearbeitung: jpg- bzw. jpeg-Bilder sollte man im Grafikprogramm stets in ein non lossy Format umwandeln (beispielsweise das TIFF-Format), denn jede Änderung und Speicherung des Bildes ist mit neuen Verlusten behaftet. Ist das Bild fertig in der Nachbearbeitung kann man dieses wieder im jpg-Format abspeichern und beispielsweise ins Internet stellen. Ansonsten sollte man stets das Original aufheben und immer mit einer Kopie arbeiten, so dass im Falle eines Falles, das Originalbild wieder zur Verfügung steht.
Wie verhält es sich dabei mit dem .gif-Format? Ähnlich wie bei den Formaten BMP, TIF, PCX etc. ist bei dem GIF-Format eine verlustfreie Codierung gegeben. Nur redundante Bildinhalte werden zusammengefasst (Fläche gleichfarbiger Pixel).Daneben reduziert das GIF-Format die Bildfarben auf eine vorgegebene Palette und erzeugt so schlankere Dateien, im Gegensatz zu den Vektorformaten. Dies bedeutet auch gleichzeitig ein großes Manko für das GIF-Format: Bilder lassen sich aufgrund der Farbbeschränkung auf 256 Farben (vorgegebene Bildfarbenpalette) nur unzureichend wiedergeben. Das GIF-Format eignet sich eher für Logos und Zeichnungen mit nur wenigen Farbnuancen.
Das Tiff-Format (Tagged Image File Format) unterstützt die verlustfreie (non lossy) LZW-Komprimierung und steht für ein sogenanntes Rasterformat. Dies erlaubt die Verkleinerung der Dateigröße ohne dass sich der Inhalt des Bildes verändert. Darüber hinaus lassen sich mit dem so genannten Alphakanal unterschiedliche Farbtiefen (16bit, 24bit, 32bit) speichern. Ursprünglich ist TIFF ein reines Austauschformat für Dateien, welchesauf den Konventionen der CCITT-Normen für Computerkommunikation basiert. TIFF wurde von der ALDUS Corporation und MICROSOFT entwickelt.
Professionelle Digitalkameras des mittleren bzw. oberen Preissegmentes bieten oftmals die Speicherung im RAW-Format (raw = roh) an. Diese "Rohdatenspeicherung" steht für nichts anderes als das Abspeichern von Bildern, so wie sie vom CCD-Sensor der Kamera gekommen sind.Diese "Rohdaten" werden durch Hersteller spezifische verlustfreie Kompressionsverfahren auf eine handhabbare Dateigröße verringert und anschließend am PC von speziellen mitgelieferten Programmen in ein handhabbares Format (beispielsweise TIFF) konvertiert. Für RAW-Dateiformate gibt es keinen einheitlichen Standard und so ist unbedingt auf die Verwendung dieser speziellen Konvertierungssoftware, die bei der Kamera mitgeliefert wird, zu achten. Diesem scheinbaren Nachteil der Inkompatibilität der einzelnen RAW-Formate steht ein großer Vorteil gegenüber: Konvertierte RAW-Dateien lassen sich einfach und komfortabel am PC nachbearbeiten. Angefangen vom Weiß- abgleich am Computer(!) bis hin zu Anpassungen hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Bildschärfe, Gammawerte etc. finden sich eine Vielzahl von Korrekturmöglichkeiten, die komfortabel und "in Ruhe" am PC vorgenommen werden können. Die Dateigröße eines Bildes im RAW-Format schwankt von Kamerahersteller zu Kamerahersteller. Durchschnittlich kann man jedoch etwa von 10MB pro Bild ausgehen. Tipp 1: Wählen Sie bei Ihren Digitalaufnahmen stets sehr hohe Auflösungen und komprimieren Sie diese lieber in das .jpg-Format. Es gibt viele preiswerte Softwarelösungen, die in der Lage sind, sogenannte JPG-Artefakte zu reduzieren. Fehlende Auflösung hingegen lässt sich niemals ersetzen. Tipp 2: Wenn Sie .jpg-Bilder im Computer nachbearbeiten, wechseln Sie sofort in ein verlustfreies Format. Ansonsten haben Sie das Problem, dass mit jeder weiteren Bearbeitung das Bild immer schlechter wird. JPG ist nun einmal ein verlustbehaftetes Format. Das Resultat kann man dann getrost wieder in .jpg konvertieren. Tipp 3: Ganz gleich ob das Bild nur einmalig gebraucht wird. Arbeiten Sie nur mit Sicherungskopien von Kameradaten und öffnen Sie nicht Originaldateien. Lieber ein Bild zu viel gespeichert, als eine Originalaufnahme ungeschickt verdorben. Zur Sicherheit sollten Sie alle Originaldateien in eine entsprechend benannte Ordnerdatei verschieben und diese "schreibschützen". Lichtbeugung an Spalt und Gitter Schon aus dem Physikunterricht kennt man das Phänomen der Lichtbeugung an Spalt und Gitter. Dieser Effekt tritt leider auch in der Fotographie auf, wenn beispielsweise in der Makrofotographie sehr stark abblenden muss, um eine ausreichende Tiefenschärfe zu erzielen. Die Lamellen der Objektivblende beugen dabei die einfallenden Lichtstrahlen (diese werden nicht gebrochen!). Diese Beugung an der "scharfen Kante" führt zu einem Verlust an Bildschärfe und je kleiner die Blende eingestellt ist, desto größer tritt dieser Effekt zu Tage. Immer dann, wenn es die Aufnahmesituation zulässt, sollte man mit einer mittleren Blendenöffnung arbeiten. Schleier, Streulicht und Reflexionen Bildfehler der Art "Schleier", "Streulicht" und "Reflexionen" fasst man in der Fotografie mit dem Begriff "Interne Reflexionen" zusammen. Der Verursacher ist oftmals ein recht intensiver Lichtstrahl, der in das Objektiv einfällt. Dieser sorgt auf den einzelnen Linsen der Objektive für Reflexionen, die so nicht gewünscht sind. Auch in der Unterwasserfotographie findet sich dieses Phänomen, welches hier von Schwebeteilchen im Wasser verursacht werden. Neben einer hochwertigen Multivergütung von Objektiven lassen sich diese "internen Reflexionen" auch anders mindern. Der Fotograf wirkt den unerwünschten Effekten zusätzlich durch die Verwendung einer so genannten Streulichtblende entgegen. Des weiteren sollte man bei Gegenlicht keine zusätzlichen Filter verwenden, da es hier durch den Zwischenraum (Luft/Glas-Übergänge) zu starken "internen Reflexionen" kommen kann. Der Polarisationsfilter Um diesen Filter für Kameras verstehen zu können, muss man wissen, dass unpolarisiertes Licht in verschiedenen Ebenen schwingt. Dieses Licht neigt zu störenden Reflexionen, wie sie beispielsweise in Scheiben entstehen können. Wer einmal versucht hat, ohne "Polfilter" durch ein Fenster zu fotografieren, wird feststellen, daß er selbst und vieles mehr durch Spiegelung mit auf dem gemachten Foto abgebildet ist. Der Polarisationsfilter lässt nun nur in einer bestimmten Richtung schwingendes Licht passieren, er wirkt dabei wie ein Gitter und neutralisiert so weitgehend Reflexionen. Wer beispielsweise durch ein Schaufenster eine Aufnahme machen möchte, braucht einen Polarisations- filter, damit die Eigenspiegelung im Schaufenster und störende Spiegelungen von anderen Gegenständen weitgehend ausgeschlossen werden können. Wann ist ein Filter angeraten? Nachdem wir in der vergangenen Ausgabe erfahren haben, dass mit Polarisationsfiltern Eigenspiege- lungen weitgehend verhindern kann, stellt sich daran anschließend eine wichtige Frage: Wann sollte man Filter einsetzen? Generell gilt, dass man nur Filter verwenden sollte, wenn man sie auch wirklich braucht. Trotz hoch- wertiger Vergütung fügt jeder eingesetzte Filter eine weitere Fehlerquelle hinzu, kommt doch zwischen dem Bildsensor ein weiterer Glas-Luft-Übergang hinzu, der zu Streulicht und unerwünschten Effekten sorgen kann. Beachten sollte man auch, dass man so wenige Filter wie nur irgend möglich einsetzen sollte. Wer meint, durch das Aufstecken zahlreicher Filter besonders gute Bilder machen zu können, der irrt häufig. Die "Vignettierung" Beim Einsatz von Filtern entsteht durch die mechanische Anbringung, beson- ders beim Einsatz mehrerer Schraubfilter, ein störender Effekt, der auf gleichmäßig ausgeleuchteten Flächen in Bildern sichtbar wird: Das Licht fällt zum Bildrand hin ab. Dieser Lichtabfall macht sich durch einen dunklen Schleier bemerkbar, der besonders bei der Verwendung von runden Schraubfassungen zu Tage tritt. In diesen Fällen spricht man von "Vignettierung". Bei detailreichen Aufnahmen ist der Effekt eher von untergeordneter Bedeutung, er fällt nicht so sehr ins Gewicht. Bei flächigen Aufnahmen, beispielsweise des Himmels, tritt er allerdings störend, wenn nicht bildzerstörend, zu Tage. Unterbelichtung kann im übrigen diesen Effekt noch verstärken, so dass man sich stets genau überlegen sollte, ob man wirklich einen oder gar mehrere Filter zum Einsatz bringen sollte. Die Wirkung von Farbfiltern Farbfilter absorbieren einen bestimmten Teil des Lichtspektrums. Logischerweise wird die eigene Farbe verstärkt, während die Komplementärfarbe abgeschwächt wird. Cyan absorbiert Rot Rot absorbiert Blau und Grün Magenta absorbiert Grün Grün absorbiert Blau und Rot Gelb absorbiert Blau Blau absorbiert Rot und Grün Im Falle der Farben "Rot", "Grün" und "Blau" spricht man von den so genannten "additiven Grundfarben". Im Falle der Farben "Cyan", "Magenta" und "Gelb" spricht man von den "subtraktiven Grundfarben". Die Verwendung von Farbfiltern beschränkt sich nicht nur auf die Schwarz-Weiß-Fotografie. In der Schwarz-Weiss-Fotografie nutzt man bekanntlich Farbfilter zur Kontrastbeeinflussung. Häufig wird hier derGelbfilter benutzt, der das Blau des Himmels etwas dunkler erscheinen lässt und so Wolken besser zur Geltung kommen lässt. Rotfilter finden häufig Verwendung in der Porträtfotografie, im Prinzip bei allen "Hautbildern". Mit einem Rotfilter kann man Hautunreinheiten ausgleichen. Naturgemäß lässt ein Grünfilter die Natur heller erscheinen. Wer einmal versucht hat, ein Insekt von einem Blatt hervorzuheben, der wird über den Einsatz von Farbfiltern nicht herumkommen.Auch in der technisch-wissenschaftlichen Fotografie kommen Farbfilter sehr häufig zum Einsatz. Farbfilter gehören in jede Fototasche. Gerade der verstärkende Farbeffekt bei gleichzeitiger Minderung der jeweiligen Komplementärfarbe lässt interessante Bildkompositionen zu. Ein Rotfilter gegen den Himmel eingesetzt, lässt diesen dramatisch und sehr effektvoll schwarz erscheinen. |
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