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Das große Elektronik Lexikon

Hier finden Sie alle Begriffe rund um das Thema Elektronik.

OSI-Referenzmodell

Das OSI-Referenzmodell (Open System Interconnection) zeigt in sieben Schichten den Vorgang auf, wenn ein Datenpaket gesendet und empfangen wird. Er ist internationaler Standard und dient als Richtlinie für Netzwerke.

Dabei wird die Netzwerkkommunikation in die folgenden sieben Schichten unterteilt, wobei zwei Gruppen gebildet werden:

In der kommenden Folge wenden wir uns der Schicht 1, der "Bitübertragungsschicht" zu.

7. Anwendungsschicht                             Application Layer

6. Darstellungsschicht                             Presentation Layer

5. Kommunikationssteuerungsschicht       Session Layer

4. Transportschicht                                 Transport Layer

3. Vermittlungsschicht                             Network Layer

2. Sicherungsschicht                               Data Link Layer

1. Bitübertragungsschicht                        Physical Layer

Die eine Gruppe bezeichnet man als "transportorientierte Schichten" und die andere Gruppe als "anwendungsorientierte Schichten".

Die "transportorientierten Schichten" sind die Schichten 1 bis 4:

4. Transportschicht                                 Transport Layer

3. Vermittlungsschicht                             Network Layer

2. Sicherungsschicht                               Data Link Layer

1. Bitübertragungsschicht                        Physical Layer

Die "anwendungsorientierten Schichten" sind die Schichten 5 bis 7:

7. Anwendungsschicht                             Application Layer

6. Darstellungsschicht                             Presentation Layer

5. Kommunikationssteuerungsschicht       Session Layer

Die unterste Schicht, Schicht 1, ist die Transportschicht, die Bitübertragungsschicht (Physical Layer). Hier werden die physikalischen Bedingungen der Kommunikation definiert.

In der Hauptsache geht es um die Unterhaltung elektrischer Signalverbindungen. Gängige Standards der Bitübertragungsschicht sind hier:

CCITT V.24, X.24, X.27, X.21

Auf http://www.thormahlen.de/diplhtml/node67.html

http://www.thormahlen.de/diplhtml/node67.html

kann man die Anbindung der D-Kanal Protokolle und PPP an die Bitübertragungsschicht im Detail sehen.

Eine Realisierung mittels zweier integrierter Schaltkreise und deren Realisierung der Bitübertragungsschicht sieht man hier:

http://www.thormahlen.de/diplhtml/node61.html

Bei der 2. Schicht (Data Link Layer) handelt es sich um eine Sicherungsschicht.

Die Aufgaben der 2. Schicht liegen in der Definition von Datenpaketen und der Sicherung ihrer Übertragung. Dies geschieht mit Hilfe von Checksummen. Auch Zugriffsregeln sind hier definiert.

Zusammen mit der 1. Schicht, der Bitübertragungsschicht (Physical Layer) bildet die 2. Schicht den Block der physikalischen Schichten. Beide handeln die physikalische Übertragung der Daten ab.

Eine weitere Aufgabe der beiden physikalischen Schichten liegt in der sicheren Übertragung eines Datenpaketes zwischen zwei Rechnern. Hier ist besonders die in dieser Folge besprochene 2. Schicht (Data Link Layer) gefragt.

Mit der 3. Schicht wird die Vermittlungs-Netzwerkschicht, der Network Layer beschrieben. Schicht 1 (Physical Layer) und Schicht 2 (Data Link Layer) gehörten zu den physikalischen Schichten. Die Schicht 3 (Network Layer) gehört zusammen mit der Schicht 4 (Transport Layer) zu den Protokollschichten.

In den Protokollschichten werden die verschiedenen Netzwerkprotokolle, wie beispielsweise TCP/IP, IPX, AppleTalk etc., behandelt.

So eindeutig getrennt sind die einzelnen Schichten aber in der Praxis nicht unbedingt. Anwendungsbezogen gehört beispielsweise die Schicht 2 (Data Link Layer) und die Schicht 3 (Network Layer) zur jeweiligen Betriebssystem-Installation. Während Schicht 1 (Physical Layer) zur Hardware gehört, wobei Schicht 2 (Data Link Layer) in Teilen ebenfalls zur Hardware gehört.

Mit der 4. Schicht wird die Transportschicht (Transport Layer) beschrieben. Zusammen mit der Schicht 3 (Network Layer) gehört sie zu den Protokollschichten. Die Transportschicht organisiert die Auslieferung und sorgt für die Sicherung des Transportes. Quittierungsaufgaben gehören u.a. dazu.

Mit dieser 4. Schicht ist quasi auch die Konfiguration erledigt, sodass die Schichten 5 (Session Layer), 6 (Presentation Layer) und 7 (Application Layer) bereits zur Anwendung gehören und in der kommenden Folge angesprochen werden.

Nachdem wir die 7 Schichten in zwei Gruppen (transportorientierte und anwendungsorientierte) Schichten unterteilt haben, wenden wir uns heute der Anwendungsschicht zu und damit den Schichten 5, 6 und 7.

Bei der 5. Schicht handelt es sich um die Sitzungsschicht (Session Layer). Diese gehört zu den Anwendungsschichten, die zusammen mit den Schichten 6 "Darstellungsschicht" (Presentation Layer) und der Schicht 7 Anwendungsschicht"   (Application Layer) gebildet werden.

Die Aufgabe der Anwendungsschicht, ist vereinfacht gesagt, die Bereitstellung von anwendungsorientierten Grunddiensten mit den dafür notwendigen Datenstrukturen und Protokollen.

Eine sehr ausführliche, fundierte und vor allen Dingen brauchbare Übersicht des OSI-Referenzmodell findet sich auf

http://www.payer.de/cmc/cmcs03.htm

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